Fotos der Schweden Radtour

… findet ihr bei Flickr, hier: https://www.flickr.com/photos/157428140@N04/albums/72157699161183845

Advertisements

Done!

Nach einer letzten durchwachsenen Etappe mit der tollen Stadt Ystad als Zwischenziel aber folgenden 45km mit krassem frontalen Gegenwind, mehr oder weniger permanent, so dass sich die Beine, wie nach 200km anfühlen, bin ich wieder in Trelleborg angekommen. Danke an die immer rücksichtsvollen Autofahrer, in Schweden kann man echt sicher Rad fahren! Das Material hielt auch, der Brixton Sattel ist mittlerweile super eingefahren. Daheim brauche ich neue Ritzel und Pedale.

Eine umfassendere Auswertung folgt…

Vorletzte Etappe….

Eigentlich ging es ganztags parallel zu traumhaften Stränden. Zwischen Ahus und Simrishamn geht was! Ach ja, vom Durchqueren des Truppenübungsplatzes nördlich Ahus nicht abhalten lassen, dort wird mit Artillerie geübt, das höre man, wenn dort geübt würde, so die Aussagen von Einheimischen. Diese Einheimischen vor dem Übungsplatz im Nichts zu finden, hat etwas Zeit gekostet.

Südostküste zwischen Oskarshamn und Karlshamn

Aus Fahrradfahrer Perspektive eine nachteilige Strecke, denn die Radwege kreuzen ständig die Autobahn, verlaufen parallel, teilweise quer. So muss man deutlich mehr Strecke machen, was dahingehend nervt, dass Kilometerangaben auf Straßenschildern regelmäßig zu Enttäuschungen führen, wenn die 70km nach Katlshamn dann doch 110 km sind.

Gecampt wurde auf dem “Dalskärs Camping“ bei Bergkvara. Liegt an einer netten Badestelle, insgesamt ist hier auch eher “was los“, v.a. Deutsche Urlauber mit Proficampingausrüstung, z.B. Minibierzeltpavillion, Bierbänke, Tucher- Faß. . . Mir schwant erst nix Gutes, ich schlafe aber, erschlagen v.d. doch recht anstrengenden Küstenetappe (hoch, runter, hoch, runter…) schnell ein. Blöd auch, wenn man einen Zaun auf der Karte (openvelomap) als Weg interpretiert und dann Kilometer Strecke zurück fahren und teilweise sogar schieben muss (mieser Feldweg)… Was lernen wir daraus: Den von Naviki.org sollte man nicht versuchen zu optimieren, weil man doch auf dem Navi ganz deutlich sieht, dass da ein weiterer Weg zum Strecke sparen ist.

Am nächsten Tag geht es gerade so weiter. Zeitweise regnet es heftig, diese LKW Planen Taschen (Vaude!) halten den Regen jedoch top ab. Der Campingplatz in Karlshamn (Skullevig oder so) liegt super, lediglich der Dauerregen trübt die Stimmung.

Auf dem Weg hier runter habe ich Kalmar und Karlskrona besichtigt, letzteres hat mir besser gefallen! Klar, die Historie von Kalmar reicht weiter zurück, aber bis aufs Schloss sieht man davon wenig.

Ich bin morgen früh (vorletzte Etappe!) auf die Stadt Karlshamn gespannt, ich muss dort in jedem Fall Vorräte auffrischen, die 90km von Karlsborg hierher ohne Essen waren ganz schön hart.

Da ich mit dem Handy heute kaum Bilder gemacht habe, hier ein Bild vom Straßenkreuzer eines Gastes auf dem Campingplatz. Die American Cars Show “Big Meet“ in Linköping, die größte ihrer Art weltweit, meinte zumindest ein Buick-fahrender Belgier, allein kann es nicht sein: In Schweden werden einfach gern alte Ami Autos gefahren.

Auf Astrid Lindgrens Spuren in Vimmerby und die Rückkehr ans Meer

Die Etappe startet am Mycklaflon und führt direkt nach Mariannenlund, dann weiter nach Katthult. Pippis Haus kann ich leider nicht besichtigen, denn um kurz nach neun kommt eine Pause bis zehn (um dann 100Skr Eintritt zu zahlen) einfach noch zu früh.

Also weiter durch verschiedenste tiefe Wälder nach Vimmerby. Das Astrid Lindgren Geburtshaus ist ein Knaller für alle Literaturinteressierten. Das v.a. natürlich biographisch orientierte Museum gibt einen tollen Einblick in Werk und Motivation der Autorin. Ein Zitat aus dem Museumsshop sorgt vielleicht für die passende Überleitung:

Es wäre fast ein Verbrechen zu schreiben, dass die Bullerbü Kinder bei einem Ausflug Essen dabei hatten und dann nicht aufzuzählen, dass der Korb Eierpfannkuchen mit Marmelade und Milch und Saft und Wurstbrote und Kuchen und sechs Blutklöße enthielt.“ – A.Lindgren

Astrid Lindgrens Liebe zum Detail ist vielleicht auch deshalb so ausgeprägt, weil es in Schweden immer lohnt auf Details zu achten. Seien es die liebevoll drappierten Blumen vor Häusern, kleine Gießkannen und Acessoires, die im Ortsbild immer wieder zu finden sind oder die tollen verschiedenen Unterhölzer der Wälder Smalands.

Wenn ich wieder daheim bin, muss ich jedenfalls von der Kamera eine kleine Bilderserie zusammensuchen…

So ging es dann weiter bis Oskarshamn. Der Sverigelenden Fahrradweg ist top beschildert und führt direkt in die Hafenstadt an der Westküste. Alter Schwede. Ich habe das Land durchquert!

Nach einem erfrischenden Bad in der echt kalten Ostsee schaue ich das Halbfinale Frankreich – Belgien.

Auf nach Vimmerby

Der Astrid Lindgrenweg ist sehr schön, führt durch Wälder und an Höfen des Smalands vorbei. Lässt sich nicht so easy fahren… einige kleine Höhen, die dafür permanent drin. Ergo: Campen nach 100km.

Auf dem Weg kam ich durch Jönköping, Huskvarna und Eksjö. Letzteres Städtchen ist mit detailverliebt gestalteten Holzhäusern übersäht. Leider wurde ebenso intensiv 70er Jahre Platte verbaut, ai dass sich kein einheitliches Bild in den Straßenzügen ergibt. Jönköping und Huskvarna sind zum Vorräte aufüllen gut, ansonsten recht hässlich, wobei Huskvarna noch viel schlimmer ist. Dort startet der Astrid Lindgren Radweg mit einem zünftigen Anstieg von Vättern in die Berge/Hügel. Vermutlich auch Ursache meiner Schwäche heute.

Auch schön, ok es könnte mehr Sonne scheinen.

Der See Mycklafon ist angeblich einer der saubersten Schwedens, das Wasser ist viel klarer als am Vättern und der Campingplatz hat alles, was man so braucht. Ein absoluter Tip, das Wasser war zum Baden wirklich bisher das beste, hoffe ich schaffe es vor der Abfahrt nochmal reinzuspringen!

Ganz großes Tennis:

Der Burger im Restaurant. Super gewürzte Frikadelle, tolle Salatbar, chapeau!

Über Hjo nach Habo

Schöne Strecke, im Örtchen Hjo und auf dem Weg dorthin zeigt sich wieder mal die Schönheit Schwedens: Die alten Schleusen Anlagen sind einfach schön. Ebenso das Städtchen Hjo am Vättern See.

Der Radweg Runtvettern führt in das hügelige Umland von Hökensas, spektakuläre Wälder, verschiedenste Arten von Bewaldung und Unterhölzern! Man sollte aber sich vorher mit Wasser eindecken, da die Wege doch recht weit sind.

Habo wird durchquert, mir fällt nichts auf. Der nahegelegene Campingplatz oberhalb des Vättern ist super, man kann toll am Strand chillen und im Vättern baden.