Affen – Dschungel – Schlangen – Berge

Heute war ein durchweg piratischer Tag!
Mit einem Fahrrad bin ich von Nikko an den Chuzenjiko (Gebirgssee) gefahren. 2 3/4 Stunden hoch (+700m) – 35 Minuten runter – Strecke: Etwa 21km.
Auf dem (kurzen) flachen Stück zu Beginn habe ich das Hostel-eigene Fahrrad verflucht, eine Art größeres Kinderrad, das mich an mein “Jugendrad” – ein silbernes, klappriges “Herrenrad”, das ich mit 8 Jahren gefahren bin. Man kam jedenfalls damit nicht richtig in die Gänge, die Geschwindigkeit hielt sich durch und durch in Grenzen. Aber mit der Gangschaltung (Shimano-SIS) und den superkleinen Rädern kam man echt gut den Monsterberg hoch. Das ganze bei tropischen 30 Grad, in der Sonne kaum auszuhalten. Auffällig: Es roch überall nach Affenhaus – man hörte die Artverwandten, aber zu Gesicht habe ich keinen bekommen, dafür ein Schlangenskelett – vom Auto platt gefahren und dann von Insekten innerhalb kürzester Zeit skelletiert. Die Aktivität von Insekten in dschungelartigen Wäldern ist wirklich krass!
Oben angekommen bot sich ein umwerfender Anblick des Chuzenjiko, der mit dem Rad dann einmal umrundet wurde. Auffällig waren die vielen BOTSCHAFTSgebäude (Embassy – keep away from the U.K. territory) rund herum – ich habe keine Ahnung, ob im Englischen der Unterschied zwischen Konsulat und Botschaft streng genommen wird, denke aber nicht, ich schätze hierbei handelt es sich um Relikte des Imperialismus, modäne koloniale Villen, denen ein diplomatischer Status zugewiesen wurde, um im Besitz des jeweiligen Landes bleiben zu können.

Nach dem Weg nach unten brauchte ich erst einmal eine kleine Stärkung aus dem Supermarkt, bestehend aus Guppies (?) mit Mandelstiften (sehr gut), weiterhin einem Meeresfrüchtebrei umhüllt von Brioche Teig (vielleicht essen die Affen den Rest?) und dem Highlight: Nikko-Natural-Ice-Cream-Chocolat-Flavor. Auf die Idee Wassereisblöcke (bzw. Eis aus den Bergen) mit einer Machete so zu bearbeiten, dass eine Art Schnee entsteht, den man einfach mit Kakao bestreut, muss man erstmal kommen. Das Resultat ist eine wunderbar leicht schmeckende Erfrischung, schade, dass es dieses Eis in Europa nicht gibt.

Heute Abend gehen wir mit dem Hostel durch die (wenigen) Bars von Nikko! Morgen fahre ich dann nach Aizu-Wakamatsu und von dort nach Tokyo. Die JR Banetsu Line soll eine der schönsten Zugstrecken der Welt sein, meint das Internet. In Aizu-Wakamatsu gibt es reichlich Stoff für Ninja-Filmen zu besichtigen, mehr dazu morgen!

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