Bald gehts los…

Hier werde ich allen Interessierten ab und an von Reisen berichten. Bald geht es nach Japan… Nach Hinweisen von Nicla (Danke!) verdichtete sich der Eindruck, man könne das Land nicht spontan bereisen, daher machte ich eine, für mich eher unübliche, genaue Planung, basierend auf der Auswertung UMFANGREICHER Literatur…

Tokyo, Nikko, Kyoto … Kagoshima, Yakushima – Ich bin gespannt.

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Die Jüdin von Toledo

…hieß ein historischer Roman, den ich als Kind las. Das im Roman geschilderte problematisvheche Zusammenleben von Juden, Christen und Muslimen, was Toledo zu dem Platz des Austausches von Kultur innerhalb der abrahimitischen Religionen machte, wusste ich damals wenig als besonders zu wuerdigen. Irgendwie erinnere ich mich nur noch sehr wenig an die Story voller Intrigen. Kein besonders nachhaltig praegendes Buch wohl fuer mich . . . Heutzutage merkt man von einem Zusammenleben auch wenig, klar gibt es die beeindruckenden Sights Kathedrale, Synagogen und eine Moschee drei grundsaetzlich verschiedene Stadtviertel wie in Jerusalem sucht man jedoch vergebens. Dem Frieden in der Stadt ist diese Homogenitaet, charakterisiert durch Souvenierlaeden mit “El Greco” und “Don Quijote” Merchandise, vermutlich zutraeglich.  So richtig suchen konnte ich aber auch nicht, weil mich eine Erkaeltung in diesem durchweg schoenen Staedtchen auf der Dachterasse des Oasis Hostels (wunderschoen!!!) band , wo ich ein wenig den Rotstift schwang… Wer herkommt sollte auf der anderen Sete des Flusses mal um die Stadt laufen, das war einer meiner schoensten Spaziergaenge, weltweit! Dafuer hat sich die Exkursion hierher gelohnt. Ueberhaupt: In 45 Minuten ist man mit dem Elsa.es Bus von Madrid hier. Heute geht es mit Selbigem nach Madrid und dann via Blablacar nach Sevilla. Ich bin gespannt! 

Soundtrack des Tages: Radiohead – OK Computer

Sick @ Madrid

Gleich gehts weiter nach Toledo.Habe  wegen der doofen Erkaeltung heute nur in Parks abgehangen. Retiro und Rosalada. Sehr schoen. Ansonsten: Viel trinken und schleimloesenden Paracetamol Vitamin C Cocktail aus der Apotheke trinken. 

Sowas Leckeres, wie das Octopus Broetchen vorhin, muss ich leider nicht essen. Schmeckt alles gleich salzig.

Soundtrack: The Menzingers – After the party

Vuelta im Geiste

Eigentlich wollte ich heute morgen mit kleinem Gepaeck los, von Madrid mit dem Rad nach Malaga. Eine mittelschwere Erkaeltung hindert mich daran. Also… grosses Gepaeck sowie ein paar Klausuren dazu gepackt und noch ein paar Umbuchungen spaeter sitze ich in Frankfurt bei Regen im Flieger. Hab saubock auf besseres Wetter!

Waehrend ich in Madrid Bier trinke, wird es daheim ungemuetlich….

Zedern, Schlangen, Affen

Auf Yakushima kann man allerlei Hikes machen, wenn man allerdings nicht waehrend der Wanderung in einer Hütte übernachten möchte, bleibt im Landesinneren gar nicht mehr soviel. Yakusugi, die große Zeder, kann man sich in jedem Fall ansehen. Hierzu muss man gegen 5.00 morgens am Yakusugi Museum in Anbo sein, die Linienbusse sind darauf abgestimmt. Die einzige Möglichkeit  den Nationalpark zu betreten, ist einen der drei Busse zu nehmen, die im zwanzig Minuten Takt zwischen 5.00 und 6.00 am Museum losfahren. Ich denke es ist zudem gut nicht mit dem letzten Bus zu kommen, da die Wanderwege dann doch an der ein oder anderen Stelle arg stauen, v.a. wenn die ersten Wanderer schon von der Zeder zurück kommen. Insgesamt war es schoen ueber weite Strecken mit der Natur allein zu sein, leider sind dann Treffen mit unangenehmeren Waldbewohnern nicht ausgeschlossen. Es gibt nur einen Weg und dieser ist kein Rundweg. Insgesamt läuft man 22km durch den Wald, die offizielle Dauer betraegt 9.5h , ich habe es in acht Stunden geschafft. In einigen Informationsquellen sind auch 16h angegeben, das ist Blödsinn. Die Eindrücke, alten Bäume etc. sind in der Form einmalig, ich fand es viel beeindruckender als die Redwoods bei San Francisco.

Die Zeder am Ende ist wohl 2000+x Jahre alt, wenn man die Ueberreste von drei Zedergenerationen am Weg so stehen sieht, kann man sich schon vorstellen, dass das stimmt. Die erste Generation Zedern wuchs vor 2000 Jahren, nach 800 Jahren wuchs auf dieser Generation dann die zweite Generation Zedern, die vor 350 Jahren gefaellt wurde und ueber der die aktuelle, Zedergeneration, 350 Jahre alte Baeume stehen.  Kurz vor der letzten großen Zeder der 1. Generation begegnete ich einer Schlange, die sich in Kopfhoehe an einem Ast lang bewegte und dann in einem Baumstumpf verschwand, was den Adrenalinspiegel in die Höhe schnellen und die Laune fallen liess.

Noch unangenehmer waren da die Affen auf dem Rückweg. Denen sollte man echt nur in Gruppen entgegen treten oder man sollte in “Wer ist hier das Alpha Tier” Spielchen firm sein. Idealerweise hat man bereits vor dem Angriff durch 4-6 der Viecher einen knüppelartigen Stock in der Hand. Auf keinen Fall sollte man vor Schreck die eigene Jacke mit Telefon, Portemonnaie und Kreditkarten fallen lassen, da man die sonst mühsam zurückerobern muss. Ich schlich mich, aufrechten Ganges und bewaffnet, an. Der Affe, der genuesslich den Teil der Jacke verspeiste, der Essensreste und Müll beherbergte, wich sofort zurueck. Am Fach mit Telefon, Kreditkarte etc. hatte der entfernte Verwandte kein Interesse. Ich nahm mir meine Jacke und zog mich zurück, auch um auf Verstärkung zu warten. Aus einer Hütte heraus beobachtete ich die Affenbande, die eine Brücke eingenommen hatte. Praktischerweise lernte ich hierbei, wie man, ohne große Sauerei zu machen, die hier wild wachsenden Maracujas isst. Da man am Ausgang des Parks eine solche geschenkt bekommt, kann man das Erlernte sofort anwenden. Toller handlungsorientierter Ansatz, den der Park da fährt, lediglich der problrmorientierte Einstieg mit dem Affenüberfall war vielleicht etwas heftig. Zwei jüngere Japaner (15 Jahre?) wussten dann besser, wie man mit den Affen umgeht, die glauben eine Brücke besetzt zu haben: Laut schreiend und die Keule schwingend auf sie zurennen! Ob ich die flüchtende Affengruppe allein auch so beeindruckt hätte?

Mir hat der actionlastige Tag heute gefallen bin jedoch ziemlich platt und morgen, vor dem Abflug, geht es daher lediglich in Open Air Onsen, die direkt am Meer liegen.

Yakushima – Der Osten

Hitchhikin Trip an diverse Sights an der Ost und Südküste der Insel – Per Anhalter fahren ist deutlich lustiger, schneller und angenehmer als per Bus. Merkwürdigerweise DIE Fortbewegungsform hier auf der Insel, liegt vermutlich daran, dass es, mehr oder weniger, nur eine Straße gibt und sich damit erübrigt, wo man hin möchte, da es eh nur zwei Richtungen gibt.

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Fisch und Fleisch sind nach dem Typhoon erst einmal Mangelware.